Park

 
 
Die Parkanlage wurde gleichzeitig mit den Klinikbauten 1868-1872 geplant und erstellt und ist somit Teil einer gestalterischen Einheit. Das Hauptgebäude war ursprünglich von kleinen Sondergärten umgeben, zu denen die Kranken der verschiedenen Abteilungen direkten Zugang hatten. Im Süden und Westen lag der eigentliche Park mit Spazierwegen, Ruheplätzen, einem Weiher mit Brücke, einem Springbrunnen und einer Kegelbahn. Die mittelalterlichen Klostergebäulichkeiten im Südosten hatte man in den Park miteinbezogen. Der Park und die meisten Sondergärten waren im so genannten späten Landschaftsgartenstil gestaltet, die ausgedehnten Gemüse- und Obstgärten im Osten dagegen im geometrischen Stil. Dieses bewusste Nebeneinander der beiden konkurrierenden Stilrichtungen der Periode ist etwas sehr Aussergewöhnliches.
 
Die grosszügig konzipierten Anlagen dienten keineswegs nur der Repräsentation und Selbstversorgung. Ihr Zweck war auch, zum Wohlbefinden und zur Genesung der Patienten beizutragen. Auffallend ist die Grosszügigkeit und Pracht der Königsfelder Anstalt, die keineswegs als selbstverständlich angesehen werden darf. Die Kosten der Gartenanlagen waren einer der grössten Posten in der Baurechnung.
 
Von der einstigen, den gesamten Park umgebenden Anstaltsmauer sind nur noch Reste vorhanden. Obwohl das Anlegen eines solch grosszügigen Parks als Therapiemöglichkeit für die Patienten gedacht war, darf trotzdem auch auf das Moment der Repräsentation hingewiesen werden.
 
Im Dezember 1999 wurde die Parkanlage von der Stiftung Natur und Wirtschaft mit dem Qualitätslabel für naturnahe Gestaltung ausgezeichnet.
 

Bildergalerie

 
 
Unser Leiter Garten, Alfons Knecht, hat freundlicherweise die nachfolgenden Jahreszeiten-Bilder 2004 zum Areal Königsfelden aus seinem Privat-Archiv zur Verfügung gestellt.
 
 

 
 
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Aktualisierung: 16.05.2012   Psychiatrische Dienste Aargau AG