Hauptinhalt

6. Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschliesslich dissoziativer Störungen

Zertifiziertes Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)  

19. Juni 2026 – 20. Juni 2026

12. Juni 2026

Hauptstandort Windisch – Areal Königsfelden,

Zuweisende/Fachpersonen

Referent

Jochen Binder, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), Leitender Arzt Ambulatorium und Spezialstation für Traumafolgestörungen Integrierte Psychiatrie Winterthur-Zürcher Unterland ipw, 1. Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT), Vorstand Interdisziplinäres Netzwerk Psychotraumatologie Schweiz (inps), Supervisor, Dozent Universität Zürich.

Inhalt

Behandelt werden komplexe psychotraumatologische Störungsbilder:

  • Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS nach ICD-11)
  • PTBS mit komorbider Symptomatik (u. a. Sucht, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Psychosen, etc.)
  • Dissoziative Störungen

Für die Behandlung der komplexen PTBS kommen neben traumafokussierten Methoden auch Verfahren zur Verbesserung der Emotionsregulation und Verfahren zur Bearbeitung dysfunktionaler interpersoneller Beziehungsmuster bei Beziehungsstörungen infrage.

Therapieverfahren für komplexe Störungsbilder werden im Überblick vermittelt, wie z. B.

Dialektisch-Behaviorale Therapie PTBS (DBT-PTBS), Skills-Training zur affektiven und interpersonalen Regulation / Narrative Exposition (STAIR-NT), kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, einschliesslich der kognitiven Verarbeitungstherapie und der Imagery Rescripting an Reprocessing Therapy (IRRT), Narrative Expositionstherapie (NET),

Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapy (EMDR) usw.

Zur Behandlung von Traumafolgestörungen und Ko-Morbidität mit anderen psychischen Störungen geht es um Therapieplanung und  spezielle Bedingungen der Indikationsstellung traumafokussierter Verfahren, ausserdem um die Hierarchisierung von Therapiezielen.

Auch werden störungsspezifische Ansätze in Abhängigkeit von der Komorbidität vorgestellt.

Zur Behandlung von Traumafolgestörungen mit komorbid persönlichkeitsprägender Symptomatik werden Möglichkeiten zur Förderung der Beziehungsfähigkeit und zur Entwicklung interpersoneller Kompetenz, Autonomie und Nähe-Distanz-Regulation vorgestellt. Ebenso Techniken zum Aufbau von Selbstfürsorge und zum Ressourcenaufbau sowie zur Krisenbewältigung.

Die Bearbeitung traumaassoziierter Emotionen und dysfunktionaler Kognitionen wird thematisiert, ebenso wie die Behandlung komorbider dissoziativer Störungen. (Förderung antidissoziativer Skills, Ego-State-Arbeit zur Förderung von Wahrnehmung, Verstehbarkeit und Steuerungsfähigkeit zuvor dissoziierter Bereiche des Erlebens.

Credits

Es werden 12 SGPP-Fortbildungscredits à 1 Stunde fachspezifische Kernfortbildung und 16 UE spezifische Fortbildung für das DeGPT-Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie vergeben.

Kosten

CHF 560.-- inklusive Seminarunterlagen
Mitarbeitende der PDAG erhalten 40% Ermässigung.

Kursdaten

Freitag, 19. Juni 2026, 09.00–17.00 Uhr
Samstag, 20. Juni 2026, 09.00–17.00 Uhr

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über diesen Link an. 

Weitere Informationen

Finden Sie im Flyer Königsfelder Seminare, mit Terminen. 

Ort

Begegnungszentrum, (O.1), 1. Stock:
Freitag: Raum 107, 111 und 112
Samstag: Raum 110

Karte

Den Lageplan finden Sie hier.