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Substanzgebundene Abhängigkeitserkrankungen

Abhängigkeiten von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen werden auch als Substanzkonsumstörungen bezeichnet. Sie gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie beeinträchtigen nicht nur die psychische und körperliche Gesundheit, sondern haben oft auch gravierende Auswirkungen auf das soziale Umfeld.

Beschreibung

Typisch für substanzgebundene Abhängigkeitserkrankungen sind der Kontrollverlust über den Konsum, die laufende Dosiserhöhung und Entzugserscheinungen. Häufig geht das Interesse an sozialen Aktivitäten verloren und nicht selten kommt es zu Problemen in der Partnerschaft oder bei der Arbeit.

Die Ursachen für die Entwicklung einer Substanzkonsumstörung sind vielfältig – ein Wechselspiel von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren. Entsprechend vielfältig ist auch die Behandlung von Substanzkonsumstörungen.

Die Therapieziele werden gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten gemäss ihren individuellen Bedürfnisse und den vorhandenen Stärken festgelegt. Sie reichen von der Überlebenssicherung und Schadensminderung über einen kontrollierten Konsum bis hin zur vollständigen Abstinenz.

Behandlungsmethoden

Wir bieten an den Standorten Aarau, Baden und Windisch ambulante Abklärungen und Behandlungen an. Zu diesem Angebot zählen auch ambulante Entzugsbehandlungen von Alkohol und Medikamenten. Für Patientinnen und Patienten mit einer Opioidabhängigkeit besteht am Standort Windisch die Möglichkeit für ambulante substitutions- und heroingestützte Behandlungen.

Zum stationären Therapieprogramm gehören psychiatrisch-psychotherapeutische, psychoedukative und motivationsfördernde Einzel- und Gruppentherapien, spezifische Fachtherapien wie zum Beispiel Ergo-, Kunst-, Arbeits-, Sport- und Bewegungstherapie, sowie individuelle Untersützung durch unseren Sozialdienst.

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen (ZAE)

Aktuelles

  • 30. März 2022

    «Einen kontrollierten Umgang mit der Sucht finden»

    Aargauer Zeitung, Fokus Gesundheit: Im November 2021 hat Dr. med. Eva-Maria Pichler die Leitung des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Dienste Aargau übernommen. Im Interview erklärt die Chefärztin ihr Interesse an der Arbeit mit abhängigen Patientinnen und Patienten.

  • 22. Dezember 2021

    «Godt nok (es ist gut genug) – aber noch nicht überall»

    Die Zeitschrift von Dialog Ethik, Dezember 2021: Psychische oder auch körperliche Erkrankung und Kinderwunsch – Frauen, die bei Dr. Antje Heck in Behandlung sind, werden nicht nur in Bezug auf die Medikation gut beraten. «Es braucht eine ganzheitliche Betrachtung der einzelnen, oft dramatischen Lebensentwürfe», sagt die Fachärztin für Pharmakologie und Oberärztin bei den Psychiatrischen Diensten Aargau im Interview.

  • 06. März 2020

    «Abstinenz ist nicht mehr das oberste Ziel»

    Aargauer Zeitung: Viele Süchtige, die in den offenen Drogenszenen verkehrten, haben einen oder mehrere kalte Entzüge hinter sich. Heute mache man das nicht mehr, sagt Patrik Roser, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Dienste Aargau.