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13. Januar 2026
Die Psychiatrischen Dienste Aargau ziehen ein Jahr nach der Einführung des neuen Personaleinsatzmodells eine sehr positive Bilanz. Das 3-Säulen-Modell hat sich im klinischen Alltag fest etabliert.
Seit dem 1.1.2025 haben Fachpersonen Pflege und Sozialpädagogik bei den Psychiatrischen Diensten Aargau mit dem 3-Säulen-Modell die Möglichkeit, ihre Einsätze flexibel an ihre individuelle Lebenssituation anzupassen – mit attraktiven finanziellen Anreizen für spontanes Einspringen.
«Die Kosten für den Einsatz von Fremdpersonal konnten wir seit der Einführung des 3-Säulen-Modells um 75 Prozent reduzieren», freut sich Aline Montandon, Leiterin des Bereichs Pflege, Bildung und Sozialdienst bei den PDAG. «Externe Fachkräfte werden nur noch in Einzelfällen aufgeboten. Stattdessen investieren wir die freiwerdenden Mittel gezielt in unsere eigenen Mitarbeitenden. Das stärkt die Teams und wirkt sich durch mehr personelle Kontinuität und Stabilität positiv auf die Behandlungsqualität aus.»
Trotz einer weiterhin hohen Auslastung auf den Stationen ist ein deutlicher Rückgang bei den CIRS-Meldungen sowie im Beschwerdemanagement zu verzeichnen. CIRS-Meldungen sind freiwillige, anonyme Meldungen von Mitarbeitenden über kritische Ereignisse oder risikobehaftete Situationen im klinischen Alltag. Sie dienen dazu, Risiken frühzeitig zu erkennen, Fehler zu vermeiden und die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern. «Diese Entwicklung unterstreicht, wie wichtig stabile Stammteams und Kontinuität durch Pool-Mitarbeitende für die Qualität und Sicherheit der Versorgung sind», so Aline Montandon.
Insgesamt macht das 3-Säulen-Modell deutlich, dass eine nachhaltige Personalplanung, die auf Verlässlichkeit, Wertschätzung und Kontinuität setzt, sowohl die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden verbessert als auch die Versorgungsqualität für die Patientinnen und Patienten stärkt.
So funktioniert das Modell: